smava Projektverwaltung Version 1.05

Neue Version für die Verwaltung von smava Projekten!

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Details zur Projektverwaltung gibt es im ursprünglichen Beitrag.

Eine Verwaltung von Projekten mit einer Laufzeit von 60 Monaten ist zwar noch nicht möglich, dafür wurden einige kleinere Bugs behoben, abgeschlossene Projekte in einen eigenen Reiter ausgelagert und die Gewinn-Funktion im Reiter “Performance” angepasst. Die Gewinn-Funktion berechnet nun den tatsächlichen Gewinn eines Zahlungstermins: Hierfür zieht man von der berechneten Rückzahlung eines Monats den Tilgungsanteil für alle Projekte ab und erhält den Überschuß. Daraus folgt, dass der monatliche Gewinn sich in der Zukunft jeweils vermindert, wenn man Kapitalrückflüsse nicht reinvestiert und die Zahlungsquoten ungefähr konstant bleiben.

Seit der letzten Version hat sich bei smava einiges getan: Projekte mit einer Laufzeit von 60 Monaten wurden am Marktplatz eingeführt und die Anlageverwaltung auf der Homepage verbessert. Ursprünglich ging ich davon aus, dass die Excel Projektverwaltung nicht mehr notwendig ist, da smava jetzt ebenfalls die Rendite berechnet. Allerdings geht die Renditeberechnung von smava von anderen Annahmen aus. Zwar werden ebenfalls bereits geleistete Zahlungen wie in der Excel-Verwaltung übernommen, zukünftige Zahlungen werden allerdings anders berechnet: Smava ermittelt die Höhe zukünftiger Zahlungen mit Hilfe der prognostizierten Zahlungsquoten der Schufa. Die Excel-Projektverwaltung ermittelt zukünftige Zahlungsquoten dagegen über den Durchschnitt bereits erfolgter Zahlungen. Dieses “ceteris paribus”-Verfahren erscheint mir sinnvoller, da die Rendite auch für über- und unterdurchschnittliche Pools bestimmt werden kann.

Die prognostizierten Zahlungsquoten der Schufa sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen, was man sich an einer Evaluation des Schufa-Ratings klarmacht. Die Güte von Rating-Verfahren ermittelt man durch die so genannte Trennschärfe, welche korrekt prognostizierte Ausfälle zu falsch prognostizierten Ausfällen über die Scores des Ratings in Beziehung setzt. Die Trennschärfe nimmt Werte zwischen 50% (schlechte Trennung) und 100% (perfekte Trennung) an. Jede größere Bank erstellt zur Kreditvergabe ein eigenes Ratings-System, wobei das Schufa-Rating eine Komponente darstellt. Das Problem am Schufa-Rating ist, dass zu wenig persönliche Informationen (z.B. Gehalt) in das Rating-Modell einfließen, um eine hohe Trennschärfe zu erzielen. Erstellt eine Bank ihr eigenes Rating-System unter Berücksichtigung persönlicher Information, fällt die Trennschärfe entsprechend höher aus. Bankenpraktiker sprechen dem Schufa-Rating dennoch eine gewisse Qualität zu, und zwar für eine grobe Trennung von Kreditwürdigkeit und Kreditunwürdigkeit: Die Trennschärfe zwischen “recht guten” und “schlechten” Kreditnehmern funktioniert gut, eine feine Abstimmung in besseren Ratingklassen ist jedoch nur schlecht möglich. Das liegt daran, dass die Schufa darauf angewiesen ist auf Einkommensverhältnisse zu schließen, indem die Kreditwürdigkeit von Nachbarn des Wohngebietes einfließt. Diese Annahme ist sicherlich berechtigt, da Menschen ihre Wohnung gerne in Gebieten der gleichen sozialen Schicht suchen (Gleich und Gleich gesellt sich gern). Prinzipiell lassen sich auf die Weise “faule Eier” recht gut diskriminieren, eine feine Abstufung zwischen des Ratings “A”, “B” oder “C” für ein Individuum ist dennoch nur schwer möglich.

Bezüglich der Quotenentwicklung von smava lässt sich dieser Trend bereits erahnen. Da bei smava prinzipiell eher kreditwürdige Teilnehmer zugelassen werden, stimmen die prognostizierten Ausfälle mit den tatsächlichen in den guten Rating-Klassen nur schlecht überein. Eine optimale Anlagestrategie fusst in diesem Licht darauf, Extremratings (A,B) eher zu meiden. In den unteren Ratings ist noch nicht klar, wie zu verfahren ist. Eigentlich handelt es sich bei der G- und H-Klasse nicht um extreme Klassen, da die Schufa noch weitaus schlechtere Klassen bis hin zu P anbietet, auch wenn Individuen solch schlechter Klassen keinen Score mehr zugeteilt bekommen.

Für Rating-Interessierte kann ich das Buch Kreditrisikomessung
von Prof. Fahrmeir empfehlen. Fahrmeir ist auch an der Entwicklung des Schufa-Ratings beteiligt.

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